HDM - Hochschuldidaktisches Netzwerk Mittelhessen
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Lehren und Lernen

Elementare Inhalte wissenschaftlich fundierter, moderner Didaktik an der Hochschule. Hierunter fallen alle wichtigen "basics", die sich heute unter Konzepte aktivierender und problemorientierter Lehr- und Lernformen unterordnen.

Im Mittelpunkt der Hochschuldidaktik stehen Grundfragen und Probleme didaktischer Herausforderungen sowie die Organisation von Lernprozessen. "Lehren und Lernen" deckt diesen Bereich der elementaren Qualifikationen ab. Die Prozesse des Lehrens und des Lernens werden dabei genauer betrachtet, wobei im Zuge des "Shift from Teaching to Learning" aktivierende und kooperative Lernformen den Schwerpunkt bilden.

Aspekte, die als Basiskompetenzen der Lehrenden hinzukommen, sind Kommunikation und Präsentation sowie insbesondere die Gestaltung der Interaktion sowohl zwischen den Lernenden als auch zwischen Lehrenden und Lernenden, wobei der jeweilige fachliche Inhalt zu berücksichtigen ist. Damit rücken insbesondere Lehrmethoden und Lernkonzepte in den Blickpunkt - sie gehören ebenfalls in den Bereich der Basiskompetenzen für Lehrende.

Dem Konzept des HDM liegt die lernerzentrierte Perspektive beim Lehren und Lernen zugrunde, d.h. die Lehre orientiert sich an Partizipation und Konstruktion als Leitbegriffe (auch als "Lernen durch Beteiligung" formuliert). Die Organisation der Lernprozesse ist auf die Kompetenzentwicklung der Lernenden ausgerichtet.

Lehren und Lernen thematisiert so auch Fragen einer aktivierenden und attraktiven Unterrichtsgestaltung. Das bedeutet: Lernen durch dialogischen Austausch, an dem sich möglichst alle Veranstaltungsteilnehmenden aktiv beteiligen, also mitgestalten. Im Spannungsfeld aus Instruktion, Motivation und Selbstständigkeit erfolgt eine "Gratwanderung" zwischen Herausforderung und Selbststudium der Lernenden. Diese muss von den Lehrenden bewusst erkannt und gestaltet werden.

Die partizipative Wissensvermittlung setzt die sorgfältige Anleitung zum Selbstlernen im Rahmen des Hochschulstudiums voraus. Zugleich ist die Fähigkeit, sich mit der Perspektive des Lifelong Learning selbst Wissen anzueignen und dies im Beruf anzuwenden eine wichtige Kompetenz, die neben der Sozialkompetenz, dem Anforderungsprofil von Akademikerinnen und Akademikern in besonderer Weise Rechnung trägt. Selbstlernen und Selbstorganisation müssen somit auch im Rahmen des Studiums angemessen entwickelt und befördert werden.

Eine weitere Basiskompetenz von Lehrenden im Rahmen einer hochschuldidaktischen Ausbildung ist die reflektierte und zielorientierte Planung von Lehrveranstaltungen. Hierzu gehört zunächst ein Überblick über die möglichen Gestaltungskonzepte für Unterricht. Hinsichtlich der Lehrmethoden ist eine der jeweiligen Lehr-/Lernsituation und dem Lerngegenstand entsprechende Handlungskompetenz und ein vielseitiges methodisches Repertoire der Lehrenden anzustreben, aus dem der bzw. die Lehrende zur Gestaltung unterschiedlichster Lernarrangements schöpfen kann. In diesem Kontext steht auch das Anfertigen und die kontinuierliche Weiterentwicklung eines persönlichen Lehrportfolios.

Gerade im Schnittfeld zwischen Lehrtätigkeit, Promotion und Berufstätigkeit hat auch das persönliche Zeit- und Selbstmanagement einen eigenen Stellenwert in der hochschuldidaktischen Qualifizierung.

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