HDM - Hochschuldidaktisches Netzwerk Mittelhessen
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Innovation

Hochschuldidaktik ist ein dynamisches Feld. Zum einen muss sie auf Veränderungen der Studienbedingungen und des Lernverhaltens reagieren, zum anderen ist sie aber auch das Feld innovativer Erprobung neuer Lehrmethoden und kann der experimentellen, kontrollierten Fortwentwicklung dienen, z.B. im Hinblick auf Methodentransfer zwischen verschiedenen Fachkulturen.

Innovationsfähigkeit ist Voraussetzung für eine den Lernenden und Lehrinhalten angepasste Gestaltung des Studienangebots. In der Innovation manifestiert sich gleichzeitig das Potential für Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Konzepte und der eigenen Lehrkompetenz.

Der Innovationscharakter der hochschuldidaktischen Ausbildung kann befördert werden, indem Platz und Zeit eingeräumt wird für einen Austausch über innovative Lehr- und Lernformen. Innovative, neuartige Lehr-/Lernarrangements sollen so in einem vertrauensvollen und offenen Kooperationskontext reflektiert, diskutiert und umgesetzt werden. Impulse hierfür können sowohl von den Kursteilnehmenden als auch von den hochschuldidaktischen Expertinnen und Experten ausgehen.

Hierzu zählt auch der Blick über die fachspezifischen didaktischen Methoden hinaus. Die kritische Übertragung "fachfremder", d.h. aus einer anderen Fachkultur kommender Lehrmethoden auf neue Gegenstandsgebiete ist eines der Kompetenzziele einer innovationsorientierten hochschuldidaktischen Ausbildung.

Weiterhin sollen die Lehrenden im Rahmen der hochschuldidaktischen Weiterbildung eigene vorhandene Ideen zu Lern- und Lehrmethoden erproben. Dafür soll gesonderter Freiraum für experimentelle Erprobung und Planspiele geschaffen werden. Die genannten Aspekte tragen auch zur Fortentwicklung des hochschuldidaktischen Angebots selbst bei.

Desweiteren beinhaltet Innovationsvermögen die Fähigkeit zu Identifizierung eigener Mängel im Lehrkonzept und deren innovative Bearbeitung. Eigene Schwächen und Problemsituationen können flexibel gehandhabt und gelöst werden. So dient Innovation auch der persönlichen, didaktischen Weiterentwicklung. Die Innovationsfähigkeit bezieht sich nicht zuletzt auch auf die Kompetenz der Lehrenden, innerhalb der Organisation Hochschule erforderliche Veränderungen zu erkennen und aktiv in komplexen Prozessen umzusetzen, sei es in Gremien oder in der Kooperation zwischen den unterschiedlichen an Lehre und Forschung beteiligten Akteuren (Beispiel: Berücksichtigung der Anforderungen einer familiengerechten Hochschule bei der Curriculumentwicklung).

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