HDM - Hochschuldidaktisches Netzwerk Mittelhessen
Print this page

Chancengleichheit und Konfliktmanagement

Lernerfolg ist nicht bloß von der Qualität der Hochschullehre und der Qualifizierung der Studierenden abhängig. Strukturelle Formen der Ungleichheit bestimmen Lernchancen maßgeblich mit und müssen durch die Lehrenden bewusst wahrgenommen und bearbeitet werden. Auftretende Differenzen im Seminar aber auch zwischen den verschiedenen Anforderungen, denen die Lehrenden ausgesetzt sind, machen den professionellen Umgang mit Konflikten notwendig.

Der individuelle Lernerfolg der Studierenden ist nicht nur Ergebnis der Lehrkompetenz der Lehrenden, sondern er wird - neben anderen Faktoren - auch durch strukturelle Benachteiligungen und Bevorzugung beeinflusst. Benachteiligungen durch Geschlecht, Herkunft oder Behinderung erfordern eine Sensibilisierung der Lehrenden für Ungleichheitsformen sowie die kontinuierliche Erweiterung der eigenen Genderkompetenz und der interkulturellen Fähigkeiten.

Hinzu kommt die Fähigkeit des Konfliktmanagements auf unterschiedlichen personalen Ebenen. Wie wird mit Intragruppenkonflikten umgegangen? Welche (positiven und negativen) Wirkungen können Konfliktsituationen haben? Welche versteckten Konfliktfelder und -ursachen liegen in Unterrichtszusammenhängen begründet und wie kann damit konstruktiv umgegangen werden?

Insbesondere für gruppen- und projektorientierte Lehr-/Lernsituationen wird der bzw. die Lehrende mit Herausforderungen der Mediation konfrontiert. Dies betrifft sowohl "klassische" Gruppenarbeit in Seminarveranstaltungen als auch mehrsemestrige, forschungsorientierte Projektarbeit oder neuere Konzepte wie etwa im Rahmen des Problemorientierten Lernens.

zurück